Rede von Gunhild bei der Kundgebung am Platz der Opfer des Faschismus:
Friedensforum Rede am 1.9.2026
Gut, dass heute viele Fürtherinnen und Fürther hier für eine Zukunft in Frieden zusammengekommen sind.
Gut, dass der DGB-Bundeskongress per Beschluss sich als Teil der Friedensbewegung definiert.
Ausgezeichnet, dass es viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gibt, die sich aktiv mit der Rüstungs- und Militärpolitik der Bundesregierung auseinandersetzen, sich in Arbeitsgruppen organisieren und Friedenskongresse abhalten (wie kürzlich in Würzburg).
Nicht nur gegen die zahlreichen Kriege weltweit muss der Protest laut werden, auch die gefährliche Militarisierung unseres Landes braucht Widerstand.
Heute am Antikriegstag ist in der FN zu lesen:
Heckler und Koch macht so viel Gewinn wie noch nie
Auf steilem Wachstumskurs….. (leicht gekürzt) weil unter anderem:
Die Bundeswehr bestellte 250 000 Sturmgewehre.
Wir lernen daraus:
1. Der Bundeswehr hat Geld. (Dass die Grundlage „Sonderfonds“ Kriegskredite, also Schulden der Steuerkasse sind wird in schönen Worten verschleiert.) Unsere heutige satirische Sammelaktion hat Euch sicher nicht in die Irre geführt…..
2. Das Geld wird für Gewehre und andere Waffensysteme ausgegeben.
Und die bleiben nicht im Schrank!
3. Hunderte Milliarden sind beschlossen, um das Land kriegstüchtig zu machen, wie Pistorius es als Ziel für 2029 gefordert hat.
Bedenken wir:
Ein kriegstüchtiges Deutschland hat vor 90 Jahren schon mal jemand proklamiert: Göbbels in einer Rede 1934. Und was ist daraus geworden?
5 Jahre später begann der 2.Weltkrieg – gut vorbereitet, „kriegstüchtig“.
Jetzt also sollen wir wieder so weit sein.
Kriegskredite in unvorstellbarem Ausmaß werden aufgenommen. Banken und Rüstungskonzerne sind aus dem Schneider.
Aber:
Wir Steuerzahler – also die Mitglieder und die Klientel der Gewerkschaften müssen dafür geradestehen. Denn: ein Rüstungsstaat ist kein Sozialstaat (Olaf Scholz)
Und als GewerkschafterInnen muss uns auch klar sein: in Kriegen hat keine Gewerkschaft mehr was zu sagen. Da müssen sich alle der Militärhierarchie unterwerfen.
Wie das in Kommunen, in Krankenhäusern, in der öffentlichen Verwaltung funktioniert, wird mit dem Operationsplan Deutschland schon geübt.
Probehalber hat in Hamburg schon mal im Manöverstil die Bundeswehr die Kooperation mit der Verwaltung geübt.
Wollen wir das wirklich?
Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und dagegen protestieren:
– bei Unkürzbar-Demos (in Fürth am 12.9.)
– beim DGB-Aktionstag am 26..9. in Nürnberg
– und am 3. 10 bei der zentralen Friedenskundgebung in Stuttgart.